TSV Großkorbetha II : LSV 0:3 (0:1)

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Vorbericht

Am Samstag geht es zur zweiten Vertretung nach Großkorbetha. Hier hat man jedoch ein völlig anderes Kaliber vor der Brust. Nach zuletzt zwei Kantersiegen wird es hier sicher ein komplett anderes Spiel. Anpfiff ist in Großkorbetha um 13:00 Uhr.

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Spielbericht

Souveräner Auswärtsauftritt

Nach zwei Kantersiegen zum Auftakt erwartete man beim Gastauftritt in Großkorbetha ein völlig anderes Spiel, als gegen die offensiv harmlose Spielgemeinschaft Grana/Deuben; trat aber mit den Anspruch an, drei Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen.
Die ersten zehn Minuten tatsteten sich beide Mannschaften ab, ehe Florian Neumer die erste echte Chance bekam und den wieder im Tor stehenden Sven Priese zu einer starken Parade zwang. Auf der Gegenseite spielte Costin Ion einen Querpass zum freistehenden Andreas Zimmermann, der aber aussichtsreich die Möglichkeit zur Führung vergab. In weiterer Folge erlangte man ein leichtes spielerisches Übergewicht und kam auch zu weiteren Tormöglichkeiten. Ion versuchte es aus spitzen Winkel ins kurze Eck, wo sich Rocco Böhme aber auszeichnen konnte und zur Ecke klärte. Ein Pass in die Mitte wäre vielleicht eine bessere Option gewesen. Die folgende, abgewehrte Ecke nutzte der stark aufspielende Kai Buhlmann zu einem Distanzschuss, der allerdings knapp den Kasten verfehlte.
Dennoch blieb Großkorbetha weiterhin gefährlich; ein langer Ball über links auf den schnellen Neumer der schließlich im Sechzehner abzog, ging neben das Tor von Priese. Insgesamt zeigte sich die Reichardtswerbener Hintermannschaft aber doch recht sattelfest und konnte die meisten Offensivaktionen der Gastgeber unterbinden.
Aber die zwingenden Aktionen gingen auf das Konto der Gäste. Gefährlich wurde es, als ein Schuss von Kapitän Adrian Mikitiuk zunächst geblockt wurde, der 2.Ball von Ion aber nur den Pfosten traf. Ion war es auch, der die nächste Möglichkeit einleitete, als er Nico Reimer bediente, der es von der Strafraumgrenze probierte, aber noch die letzte Präzision vermissen ließ. Wenig später eine weitere Möglichkeit, als Mikitiuk nach Flanke von Buhlmann zum Kopfball hochstieg, aber auch das Ziel verfehlte.
Nach einer halben Stunde Spielzeit fiel dann aber die nicht unverdiente Führung. Einen langen Ball von Torsten Günther konnte Robert Schenk erlaufen, der schließlich den aufgerückten Reimer mustergültig bediente, der aus 14 Metern zum 0:1 einschob. Weitere Möglichkeiten durch Zimmermann und Schenk blieben in der Folge ungenutzt.
Nach 39 Minuten bot sich die Möglichkeit die Führung noch weiter auszubauen; als Schenk im Strafraum unsanft gelegt wurde. Doch die Geschichte des leidlichen Elfmeters aus unserer Sicht erfuhr eine weitere Fortsetzung. Der erste Versuch, erfolgreich von Zimmermann im Netz versenkt, wurde zurückgepfiffen, weil einige Akteure die Ausführung nicht abwarten konnten (vermutlich spekulierte man auf einen Abpraller 😉 ). Den zweiten Versuch von Zimmermann konnte Böhme aber parieren.
Zimmermann versuchte es kurz vor der Pause noch einmal aus der Distanz; verfehlte aber den Dreiangel nur knapp. So ging es dann auch zur Pausenandacht.
Nach der Pause gelang es dann aber, noch einmal eine Schippe drauf zu packen, wenngleich zunächst ohne Fortune. So erlief sich Buhlmann den Ball im Strafraum, setzte das Spielgerät aber über den Kasten. Dann war es Schenk nach Vorlage von Günther, mit der nächsten Chance, aber hier konnte Böhme den Winkel verkürzen und klären. Die nächsten Möglichkeiten boten sich dem Torschützen Reimer; aber hier wurde auch verfehlt.
Zehn Minuten nach Wiederaufnahme hätte Großkorbetha den Spielverlauf ändern können, aber Neumers Versuch unter Bedrängnis ging über den Kasten.
Faktisch im Gegenzug konnte dann aber die Führung ausgebaut werden. Nach einer starken Einzelleistung von Mikitiuk, der kurz vor dem Strafraum abzog, war Zimmermann schließlich der Nutznießer, der den vom Pfosten abprallenden Ball über die Linie bugsieren konnte.
In der Folge hätte man durchaus den Deckel auf den Topf machen können; aber Böhme konnte dies mit einer Glanztat gegen Mikitiuk vereiteln, der von Schenk in die Spitze geschickt worden war. Ein weiterer Treffer von Günther wurde wegen (vermutlicher) Abseitsposition die Anerkennung verweigert.
Aber nach gut 70 Minuten fiel dann die endgültige Entscheidung, als Zimmermann von Böhme im Strafraum gelegt wurde, der für diese Aktion auch noch Gelb sah.
Diesmal übernahm Buhlmann die Verantwortung für die Ausführung des Strafstosses und verwandelte diesen auch trocken und humorlos unter den Querbalken.
Mit diesem Spielstand verflachte das Spiel etwas und ließ den Gastgeber auch zu Möglichkeiten kommen. Doch bei der Möglichkeit von Dennis Kurzhals konnte sich Priese auszeichnen und die Null weiterhin halten. Nicht konsequent genug verteidigt bot sich dann Jan Knothe eine weitere Chance, aber dieser zielte am Kasten vorbei.
Nach 85 Minuten dann eine unschöne und vor allem unnötige Dezimierung des Personalbestandes auf beiden Seiten. Einen Konter fahrend wurde Schenk rüde von Sven Berger in der Vorwärtsbewegung gelegt. Glatt Rot war hier die einzige logische Konsequenz durch Schiri Matthias Werner in einen ansonst recht fairen Spiel; auch wenn er in Hälfte Eins einige strittige Szenen recht großzügig weiterspielen ließ. Angeschlagen musste auch Schenk das Spielfeld verlassen und konnte nach bereits drei erfolgten Wechseln nicht mehr ersetzt werden.
Die letzten Möglichkeiten hatten dann wiederum die Gäste: Nach Vorlage von Michael Kraft hatte der eingewechselte Carsten Täubert aus dem Rückraum die Chance, aber auch hier wurde verfehlt. Enger ging es bei der letzten Möglichkeit durch den ebenfalls eingewechselten Sebastian Lehnert zu, dessen Schuss von Böhme aber noch an den Pfosten gelenkt werden konnte, ehe er ins Aus trudelte. Danach war Schluss und der dritte Sieg unter Dach und Fach. Und er war nach einer starken Vorstellung auch völlig verdient.
Selbige Leistung wird auch am kommenden Wochenende vonnöten sein, wenn es daheim gegen den „Angstgegner“ aus Wengelsdorf geht, der in der Vorsaison beide Spiele siegreich gestalten konnte.

Der LSV spielte wie folgt: Sven Priese, Kai Buhlmann, Conrad Plutz, Florian Ackermann, Michael Kraft, Nico Reimer (71.Min: Carsten Täubert), Costin Ion (71.Min: Sebastian Lehnert), Andreas Zimmermann, Adrian Mikitiuk, Torsten Günther (77.Min: Daniel Pytel), Robert Schenk

statistik

Bilder zum Spiel

Video zum Spiel