LSV Herren I : SV Wacker Wengelsdorf II (1:1) 3:1

LSV Herren I : SV Wacker Wengelsdorf II (1:1) 3:1

Angstgegner bezwungen

 

Mit der Zweitmannschaft von Wacker Wengelsdorf empfing man einen Gegner, der in der Vorsaison alle zu vergebenden Punkte gegen den LSV einheimsen konnte. Man war gewillt, dieses Mal ein positives Ergebnis zu erzielen; war aber auch gewarnt, da auch der Konkurrent seine bisherigen (zwei) Spiele siegreich gestalten konnte.

Trainer Bernd Kloss vertraute derselben Elf wie beim erfolgreichen Auftritt  in der Vorwoche beim TSV Großkorbetha II. Und die ersten Minuten verliefen auch recht viel versprechend was Spielaufbau und Spielanteile betraf.  Mit dem ersten gelungenen Spielzug, von Torsten Günther auf Adrian Mikitiuk abgelegt, sprang auch die erste Ecke heraus, als dessen Versuch abgewehrt werden konnte. Selbige brachte dann Andreas Zimmermann in Position, der aber aus gut achtzehn Metern vorbei schoss.

Eine weitere Chance von Mikitiuk konnte geblockt werden; nachdem sich Robert Schenk sehenswert im Strafraum durchsetzen konnte und den Blick für den Schützen hatte.

In Folge versuchte es Michael Kraft auch aus der Distanz, doch auch hier musste Marvin Zober im Wengelsdorfer Kasten nicht eingreifen. Auch ein Kopfball vom starken Schenk ging nach Flanke von Günther war zu unplatziert, um für mehr Gefahr zu sorgen.

Etwas gefährlicher wurde es nach 12 Minuten: Zunächst konnte ein Schussversuch von Nico Reimer geblockt; den zweiten Ball setzte Schenk nur Zentimeter über den Querbalken.

Nach 15 Minuten dann die verdiente Führung. Mikitiuk mit perfekten Pass in die Spitze, wo Schenk in den Strafraum eindringen konnte. Zunächst schien es, als könne man ihm vom Ball trennen; gelang dies nicht konsequent, so dass er das Spielgerät schließlich über die Linie drücken konnte.

Leider schien dieses Tor nicht wirklich gut zu tun. Wengelsdorf kam nun immer besser ins Spiel, auch wenn sie sich zunächst an der Reichardtswerbener Hintermannschaft die Zähne ausbissen. Selber kam man aber auch nur noch selten zum Abschluss; weil man zu kompliziert am Strafraum agierte. Ein Distanzschuss von Reimer, der aber auch wieder über den Kasten strich war zunächst die einzige Ausbeute.

Unerklärlicherweise schien dann auch die Abwehr zu wackeln. Hier musste Sven Priese beispielsweise bei einer zu kurz geratenen Rückgabe schon mal entscheidend klären. Auch ein „übermotivierter“  Rückpass von Reimer hätte durchaus für Gefahr sorgen können, wurde aber von Priese schließlich gekonnt geklärt. Ein Freistoss der Wengelsdorf wenig später verfehlte den Kasten.

Erst kurz vor der Pause kam man noch zu Möglichkeiten. Costin Ion, der über links in den Sechzehner eindrang fand Günther, der Zober umkurvte, aber aus spitzem Winkel vorbei zielte. Ein Freistoss von Kai Buhlmann stellte Zober dann schon vor ärgere Probleme; konnte den Ball aber im Nachfasse sichern.

Unverständlicherweise rückte man nun nach vorn und lud den Gast schließlich zum Kontern ein. Der frühere Reichardtswerbener Akteur Tino Zimmermann leitete dann auch den Ausgleich ein, als er für Sebastian Siedler auflegte, der dann trocken vollendete und den Rot Weißen auch den ersten Gegentreffer im vierten Spiel bescherte.

Nach der Pause wollte man den Spielrhythmus der Anfangsviertelstunde wieder finden und hätte auch beinahe jubeln können; als Ion wieder für Günther auflegte, der aber aus vermeintlicher Abseitsposition traf. Danach setzte Mikitiuk zu einem Solo an, der erst im letzten Moment unterbunden werden konnte.

Aber das Spiel war nun recht ausgeglichen. Auch Wengelsdorf agierte nun mutiger nach vorne; auch wenn sich Möglichkeiten zunächst nur nach Standardsituationen ergaben. Nach unglücklichem Handspiel von Florian Ackermann und später nach ungestümen Einsatz des eingewechselten Sebastian Lehnert; gab es Freistoss an fast gleicher Stelle. Aber in beiden Fällen verrichtete die Mauer ihren Dienst.

Auf der Gegenseite war es der ebenfalls nach der Pause gekommene Gabriel Nicolae, der nach Vorarbeit von Schenk an Zober scheiterte.

Der auf Wengelsdorfer Seite ebenfalls eingewechselte Hannes Jacob hatte nach Konter auch eine hochkarätige Möglichkeit; schob aber am Kasten von Priese vorbei.

Mit einen Doppelschlag brachte man dann den Sieg unter Dach und Fach. Da aus dem Spiel heraus kaum noch etwas gelang; vielmehr sogar hektisch agiert wurde; mussten schließlich ruhende Bälle herhalten. Nach 72 Minuten brachte Mikitiuk den Ball nach Freistoss um die Mauer; wo er vom Innenpfosten springend von Zober unglücklich ins Netz bugsiert wurde. Nur wenig später wurde Nicolae im Sechzehner gelegt und holte somit einen Strafraum heraus. Diesmal konnte Kapitän Mikitiuk sein Elfertrauma ablegen und souverän zum 3:1 verwandeln.

Ion hätte Minuten später noch weiter erhöhen können, aber hier zeigte sich Zober mit einer starken Parade auf den Posten.

Ebenfalls auf den Posten zeigte sich Priese nach Schuss von Andreas Schumann. Das Spiel verflachte nun zusehends; auch wenn es noch Möglichkeiten von Mikitiuk und Günther gab, die aber vergeben wurden.

Gegen einen starken Gegner gelang der vierte Sieg in Folge und verbleibt weiterhin auf den zweiten Rang, da auch der Tabellenführer SG Krauschwitz/Teuchern II mit 2:1 gegen den VfB Großgörschen siegreich blieb.

Am kommenden Wochenende gastiert man beim SV Keutschen, die derzeit den vierten Patz innehaben.

 

Der LSV spielte wie folgt: Sven Priese, Kai Buhlmann, Conrad Plutz, Florian Ackermann (59.Min: Daniel Pytel), Nico Reimer (46.Min:Sebastian Lehnert), Costin Ion, Andreas Zimmermann (46.Min: Gabriel Nicolae), Adrian Mikitiuk, Torsten Günther, Robert Schenk

Über den Autor

Marco Müller lsvredakteur

Seit 1987 im Verein, versuchte ich es bis 2009 am Ball. Seit 2010 bin ich für die Spielberichte mitverantwortlich; zunächst für die 2.Mannschaft, seit 2013 für die Erstmannschaft des LSV. Ich wünsche viel Spaß auf der Homepage unseres Vereins.

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