RW Weißenfels II : LSV Herren 2:1 (1:1)

RW Weißenfels II : LSV Herren 2:1 (1:1)

Vermeidbare Niederlage

Gegen die seit fünf Spielen unbesiegten Rot Weißen aus Weißenfels wollte man weitere Punkte sammeln. Auch wenn in den Köpfen vielleicht noch der Kantersieg vom letzten Wochenende herum schwirrte, wies Trainer Bernd Kloss auf die Schwere der heutigen Partie hin.
Doch analog zum letzten Spiel tat man sich wieder schwer in das Spiel hinein zu finden, auch wenn das erste Achtungszeichen vom LSV kam. Hier war es ein Distanzschuss von Damian Kuszek, der aber mittig auf das Tor kam, wo Dominik Schreiber keine Probleme beim Zugreifen hatte.
Wenig später geriet man mit dem ersten Torschuss der Gastgeber aber schon ins Hintertreffen. Mit sehr viel Raum ausgestattet konnte der Ball auf Patrik Ignacz abgelegt werden, der es aus 20 Meter versuchte und auch viel Glück hatte, dass der Ball abgefälscht, für Sven Quandt uneinholbar im anderen Eck eintrudelte. Ein Treffer der zunächst Wirkung zeigte, auch wenn es Costin Ion danach ebenso aus der Ferne versuchte, jedoch drüber zielte.
Der Gastgeber auch recht kombinationssicher, während der LSV im letzten Drittel zu ungenau agierte.
So dauerte es 23 Minuten bis zur ersten hochkarätigen Möglichkeit. Nach Foul an Nico Reimer trat Adrian Mikitiuk zum Freistoss an, der knapp links vorbei strich.
Wie schon in der Vorwoche kam man nun besser ins Spielen; schien aber in eben jenem Spiel auch das Pulver verschossen zu haben. Hier tat sich Ion hervor, der ein ums andere Mal seine Möglichkeiten liegen ließ, die ihm die zumeist sicher stehende Abwehrreihe des SV ermöglichte. Erst kurz vor der Pause konnte er endlich den nun nicht gänzlich unverdienten Ausgleich erzielen. Von Kuszek bedient, versuchte er es diesmal flach und konnte Schreiber auch überwinden.
Auch nach der Pause versuchte man weiter das Spiel zu gestalten, tat sich aber weiterhin recht schwer in den finalen Zuspielen, musste aber auch immer auf der Hut vor den schnellen Angreifern des Gastgebers sein, ließ aber zunächst nur einen harmlosen Schuss des Torschützen zu; kam aber selber nur sporadisch zu Abschlüssen. Einer der wenigen gelungenen Aktionen wurde von Carsten Täubert eingeleitet, der den eingewechselten Torsten Günther auf rechts schickte, dessen Hereingabe vom zu lange zögernden Ion schließlich bei Schreiber seine Endstation fand. Eine weitere Hereingabe, diesmal von Sebastian Lehnert wurde von Mikitiuk über den Kasten geschickt.
Nach 67 Minuten geriet man wieder ins Hintertreffen. Was auch immer die Abwehrreihe geritten haben mag, nachdem Moustapha Sani am linken Seitenaus zu Boden ging, die Defensivarbeit teilweise einzustellen, entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft. So konnte Ignacz völlig allein gelassen vor Quandt auftauchen und im oberen rechten Winkel vollenden. Ein völlig vermeidbarer Gegentreffer, der den Gastgeber nun in die Karten spielte. Nun wurde das Spiel noch offensiver ausgerichtet, was sich beinahe auch ausgezahlt hätte. Täubert, nun weiter vorn agierend brachte Mikitiuk in Position, der aus 18 Metern abzog. Schreiber zwar im richtigen Eck befindlich, konnte den Ball aber nicht mehr parieren und erhielt Unterstützung vom linken Pfosten, der schließlich den Ausgleich verhinderte.
Doch nun betrieb man auch defensiv ein Spiel aufs Messers Schneide. So konnte Quandt nach einen Konter über links die Vorentscheidung durch Sani verhindern. Doch nun verrann auch die Zeit. Was immer man auch versuchte; irgendwie brachte der SV immer ein Bein in die Offensivbemühungen des LSV. Letzte verzweifelte Versuche durch eher harmlose Freistösse von Ion stellten Schreiber vor keine unmöglichen Aufgaben.
So verliert man ein Spiel, das man nicht zwingend verlieren muss; zeigt aber auch auf, dass es in jedem Spiel höchster Konzentration bedarf, um Zählbares heraus zu holen.
Durch diese Niederlage rutscht man auf Rang vier zurück, während sich der heutige Gegner tabellarisch am LSV vorbeischiebt. Tabellenführer bleibt weiterhin die Freyburger Reserve, die sich mit 2:0 bei der LSG Goseck behaupten konnte.
In vierzehn Tagen empfängt man das Tabellenschlusslicht SSC Weißenfels III, die man auch ihrer lediglich drei Punkte nicht unterschätzen sollte.

Der LSV spielte wie folgt: Sven Quandt, Michael Kraft, Carsten Täubert, Andreas Zimmermann, Chris Czernik, Sebastian Lehnert, Nico Reimer (46.Min: Torsten Günther), Clemens Kaufmann (71.Min: Norman Rose), Adrian Mikitiuk, Damian Kuszek, Costin Ion
Nicht zum Einsatz kam Sven Scholze.

Die SG Markwerben/ Reichardtswerben II konnte mit einem 1:0 Erfolg gegen die SG Krauschwitz/ Teuchern II ihren Negativlauf der letzten Wochen stoppen. Vom LSV kamen folgende Akteure zum Einsatz: Christoph Bader, Nikolai Donth, Torsten Nitschke, Robert Massing und Tim Böhland

Über den Autor

Marco Müller lsvredakteur

Seit 1987 im Verein, versuchte ich es bis 2009 am Ball. Seit 2010 bin ich für die Spielberichte mitverantwortlich; zunächst für die 2.Mannschaft, seit 2013 für die Erstmannschaft des LSV. Ich wünsche viel Spaß auf der Homepage unseres Vereins.

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