SG Meuchen / Lützen II : LSV 2:2 (1:1)

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Vorbericht

Zum absoluten Spitzenspiel reist man nach Meuchen. Im Hinspiel konnte man glücklich ein Unentschieden erarbeiten. In einem ängstlich geführten Spiel hatte man Glück diesen einen Punkt auf die Habenseite zu entführen (siehe Spielbericht).

Nun ist man aktuell 5 Punkte vor Meuchen. Diese haben jedoch noch ein Sportgerichtsurteil offen, wo sie sicher 3 Punkte zugesprochen bekommen. Bei uns sind in drei Spielen noch 9 Punkte zu vergebend. Deshalb ist dies schon ein entscheidendes Spiel um den Aufstieg. Verliert man oder spielt unentschieden, hat man es zwar immer noch in eigener Hand, jedoch ist die Entscheidung vertagt. Gewinnt man, steht man als Aufsteiger in die Kreisliga fest.

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Spielbericht

Matchball verpasst

 

Im Spitzenspiel bei der SG Meuchen/Lützen II hatte man die Möglichkeit, mit einem Sieg den Staffelsieg und den damit einhergehenden Aufstieg perfekt zu machen. Doch vorher erwartete man neunzig Minuten harte Arbeit.

Zudem wäre ein Schnitt des Rasens dem Spiel wohl auch zuträglich gewesen; aber so mussten sich beide Mannschaften mit diesem Untergrund arrangieren.

Der LSV war von Beginn bemüht, die Spielkontrolle an sich zu bringen und besaß auch in der Anfangsphase einige Möglichkeiten. Bei einer Hereingabe von Nico Reimer kam Sebastian Lehnert noch einen Schritt zu spät. Bei einem Distanzschuss von Costin Ion musste Oliver Claußner  schon sein ganzes Können aufbieten, um den Ball noch zur Ecke zu klären.

Dann nach 11 Minuten der Schock: Zu weit aufgerückt, konterte die SG eiskalt die Hintermannschaft des LSV aus und kam so zur Führung. Den Abschluss von David Hübner hatte Sven Quandt nichts entgegen zu setzen und musste erstmals seit Anfang Mai wieder hinter sich greifen.

Dieser Gegentreffer zeigte zunächst auch Wirkung. Man agierte nun zumeist nervös und verkrampft. So bedurfte es des heute wieder überragenden Robert Schenk, der nach 23 Minuten dem Ball energisch nachging und schließlich noch Claußner aussteigen ließ, bevor er dann locker einschieben konnte.

Die nächste Möglichkeit ergab sich dann für Adrian Mikitiuk. Nach Flanke von Christoph Bader, der zunächst fahrig begann, sich aber dann stabilisierte, kam dieser Kopfball, dem dieser aber nicht genug Druck mit dem Weg geben konnte, um für mehr Gefahr zu sorgen.

Der LSV hatte vielleicht etwas mehr vom Spiel, musste aber immer auf der Hut vor Gegenstößen sein; stand nun aber durchaus stabiler in der Hintermannschaft. Vorn gab nur noch eine nennenswerte Möglichkeit von Schenk, der mit Seitfallzieher aber verfehlte.

Zur Pause schwor Trainer Bernd Kloss noch einmal seine Truppe ein; die dann auch anders auftrat, als noch im ersten Durchgang. Zunächst sprang zwar nur ein Freistoß heraus, der von Mikitiuk aber zu harmlos aufs Tor gebracht wurde.

Dann spielte die Führung den LSV in die Karten: Von Lehnert in Szene gesetzt, setzte sich Schenk wieder stark im Strafraum durch und vollendete ins lange Eck. Das gab dem Spiel des LSV weitere Sicherheit.

Bei einem Schuss von Chris Czernik, wirkte Claußner unsicher und brachte dann  in seiner weiteren Aktion Schenk zu Fall; wobei der Pfiff dann allerdings ausblieb.

Auf der Gegenseite brachte Bader nach einem Konter noch die Fußspitze vor einem einschussbereiten Stürmer an den Ball und rettete damit die brenzlige Situation. Nach 68 Minuten hätte man beinahe die Führung ausgebaut und das Spiel wohl auch entschieden, als Lehnert nach Zuspiel von Mikitiuk eine Flanke schlagen wollte, die aber verunglückt noch den Weg an den Querbalken fand. Nur eine Minute später die nächste hochkarätige Möglichkeit für Kapitän Mikitiuk, der nach Flanke von Sven Scholze zum Kopfball kam, leider aber nur das Außennetz zum Flattern brachte.

Danach nahm das Spiel aber unschöne Züge an. Wie wäre das Spiel wohl weiter verlaufen, hätte Dennis Löwe nach Notbremse an Schenk seine zweite Gelbe Karte in diesem Spiel gesehen? Überhaupt musste Schenk in diesem Spiel übelst viel einstecken, das es schon für eine gesamte Saison reicht. Und warum? Weil der Gegner es durfte. Hier ließ Schiri Franke eine klare Linie vermissen und verzichtete unverständlicherweise auf das Zücken des gelben Kartons, um diesen üblen Treiben ein Ende zu setzen.  Wie sehr es Schenk zusetzte, zeigte sich bei seiner emotionalen Auswechslung kurz vor Schluss.

So gab es dann keine weiteren klaren Chancen. Ein Versuch von Bader nach geblockten Freistoss rutschte ihn über den Schlappen. Nach Vorarbeit des eingewechselten Gabriel Nicolae nahm dann Ion wohl den Ball mit der Hand mit und wurde zurück gepfiffen.

Vor Ende kam dann noch einmal der Gastgeber auf. Eine gefährliche Kontersituation konnte noch geklärt werden. Dann zeigte sich einmal mehr Quandt auf den Posten; als er mit einer starken Fußabwehr den Ausgleich vereiteln konnte.

Und dann begann eine unerträglich lange Nachspielzeit. Hatte der Schiri noch zwei Minuten zu früh zum Halbzeittee gepfiffen, so schien er diese Zeit nun noch dran zu hängen. Und so geschah es in der vierten Minute der Nachspielzeit: Einen Freistoss von Höhe Mittellinie bringend, verlängerte Bader mit Kopf unglücklich und auch unhaltbar zum nicht mehr vermuteten Ausgleich, der sich dann auch wie eine Niederlage anfühlte.

Danach war Schluss und der Aufstieg weiter vertagt. Vor allem in Hälfte Eins schien der Druck, das erstrebte Ziel schon an diesem Tag zu erreichen schwer auf den Beinen zu liegen. Mit einer starken zweiten Hälfte hatte man das Tor schon weit aufgestoßen; ehe sich der Fußballgott, falls es denn einen gibt, von seiner Arschlochseite zeigte.

Dank gilt auch den gut vierzig mitgereisten LSV Anhängern!

Schon am kommenden Wochenende, wenn man beim FC Markwerben gastiert, kann man mit dem nächsten Matchball aufwarten.

 

Der LSV spielte wie folgt: Sven Quandt, Sven Scholze, Conrad Plutz, Andreas Zimmermann, Christoph Bader, Chris Czernik, Sebastian Lehnert, Adrian Mikitiuk, Nico Reimer (46.Min: Gabriel Nicolae (90.Min.: Michael Kraft), Robert Schenk (88.Min: Torsten Günther), Costin Ion

statistik

Bilder zum Spiel

Video zum Spiel

 

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