Mit leeren Händen zurück
Nach zuvor zwei siegreich gestalteten Spielen, war man recht zuversichtlich, auch aus Nebra etwas Zählbares mit auf die Rücktour zu nehmen. Gleich mit der ersten Aktion musste Nebras Keeper Dirk Bornschein gegen Jason Kupka parieren. Auf Gastgeberseite versuchte es Henning Knuhr aus der Distanz; aber auch über den Kasten von Sven Quandt. Nach Balleroberung von Nico Göttner, versuchte es dieser von der Strafraumgrenze, konnte aber den Ball kein entsprechendes Tempo mit auf den Weg gaben, so dass dieser neben dem Tor vorbei ins Aus ging.
Nach zehn Minuten ging es dann schnell. Über die rechte konnte sich Kevin Rieger absetzen, der es dann aus recht spitzem Winkel versuchte, der aber parallel zur Torauslinie auf die linke Seite kam, wo Nick Henzel dann punktgenau auf den nun besser postierten Rieger passte, der dann keine Mühe hatte, den Gastgeber in Führung zu bringen. Die nächste Gelegenheit für die Nebraer kam dann durch eigenen Ballverlust zustande, den Tobias Breuer aus der zweiten Reihe über das Quergestänge jagte. In der 18.Minuten konnten die Einheimischen dann doch das 2:0 bejubeln. Wieder lief der Angriff über rechts und Hannes Wagner ließ dann in weiterer Folge mit platziertem Distanzschuss Quandt keine Chance. Erst danach konnte die SG sich wieder berappeln. Göttner, über rechts kommend versuchte es schließlich direkt, statt den Querpass für den mitgelaufenen Harley Kriebel zu suchen. Auch wenn es nun nach vorn besser lief, musste man hinten immer wieder aufpassen, die schnellen Umschaltsituationen der Gastgeber zu unterbinden. Nach 25 Minuten konnte sich H.Kriebel über links durchsetzen und den Ball in die Mitte bringen, wo Kupka aber nicht sauber den Ball unter Kontrolle bringen konnte und diese potentielle Möglichkeit geklärt werden konnte. Etwas später ein weiterer Versuch von H.Kriebel aus der Ferne, der knapp vorbei strich.
Hoffnung keimte dann nach 34 Minuten auf, als nach Ecke von H.Kriebel der aufgerückte Conrad Plutz mit den Kopf auf 2:1 verkürzte. Kurz darauf bot sich dann gar die Chance zum Ausgleich. Von Max Skripietz ausgehend, brachte dann Kupka Göttner in Position, der zunächst an Bornschein scheiterte und der zweite Ball kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Bornschein war auch beim nächsten Abschluss von Plutz auf dem Posten. Fünf Minuten vor der Pause drang Felix Schneider über die rechte Seite in den Strafraum ein, beim Abschluss war dann aber schon der Winkel zu spitz und Bornschein zur Stelle. Schon in der Nachspielzeit befindlich, gab es noch einmal Ecke, analog zum Anschlusstreffer. Wieder brachte H.Kriebel das Spielgerät zum Schädel von Plutz; der hier aber aussichtsreich daneben köpfte.
Die zweite Hälfte zeigte dann ein völlig anderes Gesicht. Mit hitzigen Beginn zeigte sich schon, in welche Richtung sich das Ganze nun entwickeln sollte. So war es erwartet eine Freistoßsituation, die in der 52.Minute zur ersten nennenswerten Chance führen sollte, die Torschütze Plutz über den Kasten bringen sollte. Ein weiterer Freistoß, diesmal von H.Kriebel von rechts gebracht, fand zwar den Kopf von Michael Kraft, aber schließlich auch die Arme von Bornschein. Auch der Gastgeber wartete mit weiteren Möglichkeiten auf, aber sowohl Markus Konieczny und Knuhr trafen aus spitzen Abschlusspositionen nur das Außennetz. Ansonsten litt das Spiel unter seinen vielen Unterbrechungen. Bitter wurde es dann nach 70 Minuten. Hätte Schiri Jens Nägler das Handspiel von Rieger erkannt, wäre der weitere Verlauf wohl so nicht entstanden. So kam dann der Ball in die Mitte, wo schließlich Michael Kraft unglücklich das Knie seines Gegenspielers an den Kopf bekam. Wie schon einst gegen denselben Gegner aus Nebra, musste er auch diesmal mit erneuter Jochbeinverletzung vom Platz. An dieser Stelle die besten Genesungswünsche.
Auch wenn man durchaus mehr Ballbesitz aufweisen konnte, fand man zu wenig Mittel, die konsequent verteidigenden Nebraer auszuhebeln. Und doch gab es auch die es die große Chance zum Ausgleich. Nach präziser Hereingabe von H.Kriebel kam Göttner zum Abschluss; hier erwies sich die Unterkante des Querbalkens aber als Freund der Heimmannschaft, die ein Überschreiten der Torlinie nicht zuließ.
Schlussendlich beendeten beide Teams das Spiel zu zehnt. Auf Nebraer Seite musste Oliver Schulschefski mit Gelb/Rot vorzeitig zum Duschen, auf Seiten der SG traf es Kupka, der zunächst für sein Einsteigen auf Höhe Mittellinie Gelb gesehen hatte, das aber nach Intervention mit dem Seitenassistenten schließlich noch in Rot umgewandelt wurde. Hart, aber wohl vertretbar.
So verrannen auch die letzten Minuten dieser hitzigen zweiten Halbzeit. Am Ende wäre zumindest ein Punkt Belohnung drin gewesen, so bleibt es dabei, dass Nebra kein gutes Pflaster für die SG ist. Tabellentechnisch bleibt man auf Rang Zwei, da auch Bad Kösen über ein Remis nicht hinwegkam. Am kommenden Spieltag empfängt man die Kombi Possenhain/Schönburg/Leißling.
Die SG spielte wie folgt: Sven Quandt, Michael Kraft (70.Min: Jan Phillip Günschel), Conrad Plutz, Mickey Kriebel, Torsten Günther, Max Skripietz (57.Min: Adrian Bditer), Nico Göttner (80.Min: Sven Scholze), Marco Precht, Felix Schneider (63,Min: Leon Böhme), Jason Kupka und Harley Kriebel








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